Alles beginnt im Wald

Qualität beginnt bei der Holzauswahl:
im Wald nebenan oder auf Versteigerungen (Submissionen) der regionalen Forstbetriebsgemeinschaften. Man braucht dazu ein sicheres Gespür und viel Erfahrung.

Im Idealfall liegen die Stämme mit Krone noch ein paar Wochen bergab im Wald. Das entzieht dem Stamm bereits viel Wasser.

So eine Submission von vorne bis hinten durchzuarbeiten kostet viel Zeit.

holzstapel im spessart

Transport und Sägen

Einige Stämme werden vor dem Sägen entrindet. Das bedeutet zwar einen Tag mehr Arbeit, doch durch die Entfernung der Rinde wird der Schädlingsbefall an dem Holz deutlich reduziert.

Gleichzeitig muss jeder Stamm nach Holzart, Qualität, Herkunft, Fällzeitpunkt und optischen Besonderheiten sortiert werden. 

Stapeln, Lagern, Trocknen

Nur sorgfältigste Schlichtung mit getrockneten Stapelleisten (ein Job für Hochstapler) sichern den Werterhalt für die nächsten 1 bis 5 Jahre im Außenlager.

Weil sich die Bretter vom Kern wegdrehen werden, dreht man sie um. So kann in den „Schüsseln“ das Regenwasser nicht stehen bleiben, sondern von der runden Seite ablaufen. 

Kurz vor der Verarbeitung kommen die Stapel in die Trockenkammer. Dort wird das bestellte Material auf die niedrige Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen vorbereitet um die Probleme des „Verziehens“ weitgehend auszuschließen. Trotzdem wird Massivholz, wie auch der Schreiner selbst, immer „arbeiten.“

Der Maßunterschied zwischen dem Quellen im feuchten Sommer und dem Schwinden im trockenen Winter kann bei einer 1 Meter breiten Platte leicht mal 10 mm betragen. Nur eine massivholzoptimierte Konstruktion und viel Erfahrung übersteht dieses Arbeiten ohne Rissbildung.

kettensaege

Ablängen, Besäumen, Hobeln

Das Ablängen mit der Kettensäge geschieht bereits nach den Fertigungszeichnungen der vom Kunden bestellten Möbel.

„Besäumen“ nennt der Schreiner das Wegsägen der Baumkante an der Längsschnitt-säge. Auch der Baumkern muss entfernt werden, weil er Verwerfungen verursachen würde. 

Ein gezacktes Verleimprofil, die Kronenfuge, erleichtert das flächenbündige Verleimen und stabilisiert die Platten durch die vergrößerte Leimfuge. Deswegen sollte sich der Schreiner hier auch keinen Zacken aus der Krone brechen. 

Verleimen, Schleifen, Formatieren

Mit unserem „Know How“ über die physikalischen Eigenschaften des Holzes, können unsere Schreinerinnen und Schreiner sicherstellen, dass auch Platten aus bis zu 20 cm breiten Einzelbrettern ihre Form behalten…

Das „Komponieren“ der Platten hat aber nicht nur physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen, sondern auch ästhetischen. Ob besonders lebhafte, oder eher ruhige Maserungen ästhe-Tisch sind, das entscheiden die Kunden. 

Die „handverlesenen“ Platten unserer erfahrenen Mitarbeiter sind mit dem industriellen Pendent von Massivholz nicht zu vergleichen. 

Die Breitbandschleifmaschine ermöglicht rationelles und rückenfreundliches Schleifen der verleimten Platten. 

Um qualitativ hochwertige Öloberflächen herzustellen, muss wesentlich feiner geschliffen werden, als bei den üblichen Oberflächentechniken. 

Die Überstände werden an der Formatkreissäge abgesägt und auf Maß zugeschnitten.

hobel holz
holzreste

6. Fräsen, Schleifen, Ölen

Die Kanten werden nach Kundenwunsch mit der Oberfräse gerundet und zum Schluss zunächst maschinell und dann per Hand geschliffen. 

Der aufwändige Aufbau der Holzoberfläche mit Naturharzölen schützt alle Möbel und auch Böden vor Gebrauchsspuren und ermöglicht die Erhaltung der Schönheit und Stabilität mit einfacher Pflege. 

Der tief eindringende Leinölanteil härtet das Holz beim Trocknen von innen. Nach dem langwierigen Trocknungsvorgang und dem Zwischenschleifen werden ein zweiter, und – je nach Verwendungs-zweck – auch noch mehrere Ölaufträge einpoliert.

7. Fertig

Der Hochzeitstisch wurde vorübergehend mit Spiegeln ausgerüstet, dass sich die Gäste nicht unter den Tisch legen müssen, um die eingefräste Widmung lesen zu können. Manche wollten trotzdem. 

In der Gastronomie vermitteln unsere Tische die hohe Wertschätzung der Gastgeber gegenüber seinen Kunden. Und diese wissen das zu schätzen.